Dienstag, 21. Mai 2019
Notruf: 112

Großfeuer in Karlsfeld: Stadlbrand

Zum Raub der Flammen ist ein Stadl in Karlsfeld am Montagabend, den 15.04.2019 geworden. Gegen 19.20 Uhr wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge stand das Gebäude bereits in Vollbrand.

Unter dem Einsatz von mehreren B- und C-Rohren sowie den Wasserwerfer von zwei der anwesenden Drehleitern, kämpften rund 95 Feuerwehrkräfte gegen die Flammen an. Trotz der intensiven Löschbemühungen ist die Halle vollständig niedergebrannt, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude und insbesondere auf die denkmalgeschützte Ludl-Kapelle konnte jedoch verhindert werden. Für die Löscharbeiten musste die Münchner Straße zeitweise komplett gesperrt werden.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Karlsfeld waren bis spät in die Nacht mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. In den darauf folgenden Stunden und Tagen wurde die Ruine für Brandwachen und Nachlöscharbeiten angefahren.

Eingesetzt waren die Feuerwehren Karlsfeld, Indersdorf, Ludwigsfeld, Prittlbach, Oberschleißheim, Riedmoos, Dachau und der Stadt München sowie die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung nebst Kreisbrandinspektion. Unterstützt wurden die Kräfte bei den Nachlöscharbeiten durch das THW OV Dachau, den Rettungsdienst sowie den Betreuungsdienst des BRK und des Wasserwerks Karlsfeld.

Hinter den Kulissen ging die Arbeit für die Feuerwehr Karlsfeld noch einige Tage weiter. Zahlen und Fakten zum Großfeuer in unserer Gemeinde:

In den nachfolgenden Stunden rückten wir noch drei Mal zu Nachlöscharbeiten an die Einsatzstelle aus. Versteckte Glutnester mussten final abgelöscht werden, hier kam unter anderem unser WLF und dessen Kran zum Einsatz. Die Einsatzdauer ohne Nachlöscharbeiten belief sich auf etwa vier Stunden mit bis zu 35 Karlsfelder Einsatzkräften. Dies entspricht einer Arbeitsleistung von 140 Mannstunden.

In Summe waren allerdings über 100 Floriansjünger mit über 20 Einsatzfahrzeugen am Einsatz beteiligt. Hierbei waren zeitweise bis zu fünf C-Rohre und zwei Wenderohre (Rohre über die Drehleiter) mit insgesamt ca. 2800 Liter Löschwasser pro Minute zeitgleich im Einsatz. Auf die vier Einsätze gerechnet wurden in Summe 43 Atemschutzgeräte verbraucht und 1020 Meter Schlauch verlegt. Die Schlauchstrecke ergibt sich aus 55 einzelnen Schläuchen. Der zeitliche Aufwand zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft aller eingesetzten Geräte kann hier leider nicht genau beziffert werden.

Alle beteiligten Kameradinnen und Kameraden sind ehrenamtlich im Einsatz. Um auch für die Zukunft gewappnet zu sein, brauchen wir eure Unterstützung! Werde auch du ein Teil unserer Mannschaft! Melde dich bei uns - Details unter Kontakt.